„Graf­schaft Run“ pflanzt 2.000 Bäu­me – Auf­fors­tung im Bent­hei­mer Wald gestar­tet

„Graf­schaft Run“ pflanzt 2.000 Bäu­me – Auf­fors­tung im Bent­hei­mer Wald gestar­tet

Mit gro­ßer Reso­nanz ist der ers­te vom Kreis­Sport­Bund (KSB) Graf­schaft Bent­heim initi­ier­te
„Graf­schaft Run“ im Mai die­ses Jah­res zu Ende gegan­gen. Ziel der sport­li­chen Mit­mach­ak­ti­on
war es, durch viel­fäl­ti­ge Bewe­gungs­ak­ti­vi­tä­ten inner­halb eines Monats die Pflan­zung von
2.000 Bäu­men im Kreis­ge­biet zu ermög­li­chen. Die­ses Ziel wur­de deut­lich frü­her als erwar­tet
erreicht: Rund 1.800 Teil­neh­men­de tru­gen mit ihrem Enga­ge­ment zum Erfolg der Akti­on bei.
Ins­ge­samt wur­de im Akti­ons­mo­nat Mai 2025 eine Gesamt­di­stanz von nahe­zu 200.000
Kilo­me­tern in 27.723 Stun­den absol­viert. Die CO2 Ein­spa­rung betrug umge­rech­net 3.269kg.
Die Teil­neh­men­den ver­zeich­ne­ten dabei im Durch­schnitt eine Bewe­gungs­zeit von 208
Minu­ten pro Woche, so dass die von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on vor­ge­ge­be­ne
Bewe­gungs­zeit sogar über­trof­fen wur­de.
Die Bewe­gungs­an­ge­bo­te waren bewusst nied­rig­schwel­lig ange­legt, um mög­lichst vie­le
Men­schen zur Teil­nah­me zu moti­vie­ren. „Uns war wich­tig, dass nicht nur Aus­dau­er­sport­ler
mit­ma­chen. Wir woll­ten einen Anreiz für alle schaf­fen, sich im All­tag mehr zu bewe­gen“,
erläu­tern Jana Strath­mann und Tan­ja Keu­ter vom KSB Graf­schaft Bent­heim. So stan­den neben
den klas­si­schen Akti­vi­tä­ten wie lau­fen, schwim­men oder Fahr­rad fah­ren vie­le wei­te­re
Aus­wahl­mög­lich­kei­ten wie bei­spiels­wei­se Spa­zie­ren mit Kind, Kanu fah­ren, Skate­board,
Bar­fuß­lauf oder schlicht Gar­ten­ar­beit zur Ver­fü­gung.
Das nun sicht­ba­re Ergeb­nis die­ser Initia­ti­ve wur­de am Frei­tag, 12. Dezem­ber, in Schüt­torf
umge­setzt: Hin­ter dem Anna­heim pflanz­ten Hel­fe­rin­nen und Hel­fer im Rah­men einer
gemein­sa­men Akti­on 175 jun­ge Bäu­me. Unter fach­li­cher Anlei­tung von Ant­je Lüb­bers von der
Natur­schutz­stif­tung Graf­schaft Bent­heim wur­den die Setz­lin­ge, die gezielt auf die
Boden­be­schaf­fen­heit abge­stimmt wur­den, in den Mor­gen- und Vor­mit­tags­stun­den in die Erde
gebracht. Die ver­blei­ben­den 1.825 Bäu­me wer­den in den kom­men­den Wochen von einem
beauf­trag­ten Forst­un­ter­neh­men auf der­sel­ben Flä­che gepflanzt, die künf­tig von der
Natur­schutz­stif­tung bewirt­schaf­tet wird. „Wir freu­en uns sehr über das Enga­ge­ment des
Kreis­Sport­Bun­des. Hier wer­den Nach­hal­tig­keit, Umwelt­bil­dung und Bewe­gung in vor­bild­li­cher
Wei­se mit­ein­an­der ver­bun­den“, sagt Lars Diek­mann von der Natur­schutz­stif­tung, der das
Pro­jekt eng beglei­tet und fach­lich unter­stützt hat.
Dar­über hin­aus ent­steht im Zuge des „Graf­schaft Run“ ein „Grü­nes Klas­sen­zim­mer“. In
Zusam­men­ar­beit des KSB mit dem BUND, der Samt­ge­mein­de Schüt­torf und der
Natur­schutz­stif­tung wird auf einer Flä­che der evan­ge­lisch-refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­de
Schüt­torf – in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Auf­fors­tungs­ge­biet – ein Lern­ort im Frei­en
ein­ge­rich­tet. Schu­len, Kin­der­gär­ten sowie Jugend­grup­pen der Kir­che sol­len ihn künf­tig für
Unter­richt in der Natur und unmit­tel­ba­re Umwelt­er­fah­run­gen nut­zen kön­nen.
Unter­stützt wur­de die Pflanz­ak­ti­on unter ande­rem von der vier­ten Klas­se der Evan­ge­li­schen
Grund­schu­le Schüt­torf, von Acht­kläss­le­rin­nen und Acht­kläss­lern der Ober­schu­le Schüt­torf
sowie von der Model GmbH, dem erfolg­reichs­ten teil­neh­men­den Unter­neh­men des
„Graf­schaft Run“. Mit Lui­sa Stül­ke vom Amt für regio­na­le Lan­des­ent­wick­lung und Inga
Groen­ke von der Loka­len Akti­ons­grup­pe waren zudem zwei Ver­tre­te­rin­nen der LEA­DER-Regi­on vor Ort, ohne deren finan­zi­el­le Unter­stüt­zung das Pro­jekt in die­ser Form nicht hät­te
rea­li­siert wer­den kön­nen. Als wei­te­rer wich­ti­ger För­de­rer konn­te die Bin­go Umwelt­stif­tung
gewon­nen wer­den, die bereits zahl­rei­che Umwelt­pro­jek­te in der Regi­on unter­stützt hat.
Ob es nach der erfolg­rei­chen Pre­mie­re im kom­men­den Jahr eine zwei­te Auf­la­ge des
nach­hal­ti­gen „Graf­schaft Run“ geben wird, hängt maß­geb­lich von der wei­te­ren Finan­zie­rung
durch För­der­mit­tel und Spon­so­ren ab. Wün­schens­wert wäre eine Fort­set­zung – dar­in waren
sich alle Pro­jekt­part­ner einig.